Zum Inhalt springen
Moderate Inflation in Deutschland: 2,1% im Januar

Moderate Inflation in Deutschland: 2,1% im Januar

Marcus Weber Marcus Weber | ~3 min
Inhaltsverzeichnis
Marcus Weber
Marcus Weber Wirtschafts- und Finanzredakteur

Das Wichtigste

  • <cite data-src="src_1">Die jährliche Inflationsrate in Deutschland lag im Januar bei 2,1 Prozent.</cite>
  • <cite data-src="src_1">Nahrungsmittel und Dienstleistungen waren Preistreiber</cite>, <cite data-src="src_1">während Energiepreise insgesamt sanken.</cite>
  • <cite data-src="src_1">Die Teuerungsrate nähert sich dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB.</cite>
90% quellenbasiert
5 Quellen Quellenanalyse →

Das Statistische Bundesamt hat seine vorläufigen Berechnungen für die Inflation im Januar bestätigt. Auf Jahressicht lag die Inflation im Januar bei 2,1 Prozent, womit die Teuerungsrate nahe dem mittelfristigen Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt. Von Dezember auf Januar erhöhten sich die Verbraucherpreise moderat um 0,1 Prozent. Diese Entwicklung zeigt eine Stabilisierung der allgemeinen Preissteigerungen.

Differenzierte Preisentwicklungen bei Waren und Dienstleistungen

Ein wesentlicher Preistreiber waren im Januar die Nahrungsmittelpreise, die um 2,1 Prozent zulegten. Insbesondere Schokolade, Obst und Fleisch waren in diesem Zeitraum deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Demgegenüber standen Entlastungen bei Speisefetten und Speiseölen; die Butterpreise fielen sogar um ein Drittel günstiger aus als im Vorjahr.

Auch der Dienstleistungssektor trug zur Preisentwicklung bei. Die Dienstleistungspreise stiegen im Januar um 3,2 Prozent, was einen moderateren Anstieg im Vergleich zu den jeweils 3,5 Prozent in den drei Monaten zuvor darstellt. Hier schlägt sich unter anderem die Verteuerung des Deutschlandtickets für bundesweite Fahrten im Regional- und Nahverkehr nieder. Ein bemerkenswerter Effekt zeigte sich in der Gastronomie: Trotz der zum Jahreswechsel erfolgten Mehrwertsteuersenkung auf Speisen von 19 auf sieben Prozent verteuerte sich der Besuch in Gaststätten binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent.

Energie: Entlastung mit Ausnahmen

Im Energiesektor gab es insgesamt eine Entlastung, da Energie im Januar 1,7 Prozent günstiger war als ein Jahr zuvor. Strompreise sanken um 3,2 Prozent und Gaspreise um 2,5 Prozent. Allerdings mussten Autofahrer an der Tankstelle tiefer in die Tasche greifen: Superbenzin der Sorte E10 war im Januar im Schnitt 8,6 Cent teurer als im Dezember, bei Diesel waren es 9,4 Cent mehr. Als Hauptursache wird teureres Rohöl angeführt. Zudem dürfte die Anhebung des CO2-Preises auf 55 bis 65 Euro pro Tonne Kohlendioxid eine Rolle gespielt haben, was laut ADAC bis zu drei Cent pro Liter Kraftstoff ausmachen kann.

Zusammenfassende Kennzahlen der Preisentwicklung im Januar:

  • Inflation auf Jahressicht: 2,1 Prozent.
  • Nahrungsmittelpreise: Anstieg um 2,1 Prozent (Schokolade, Obst, Fleisch teurer; Speisefette/-öle, Butter günstiger).
  • Dienstleistungen: Anstieg um 3,2 Prozent (Deutschlandticket verteuert, Gaststättenpreise +3,6% trotz Steuersenkung).
  • Energiepreise: Rückgang um 1,7 Prozent (Strom -3,2%, Gas -2,5%; Spritpreise +0,5% durch Rohöl und CO2-Preis).

Aus Sicht von Ökonomen spricht viel dafür, dass die Teuerungsrate im Jahr 2026 knapp über zwei Prozent liegen wird, was eine Erreichung des mittelfristigen Inflationsziels der EZB bedeuten würde. Die EZB hält ihren Einlagenzins stabil, schürt jedoch weiterhin Hoffnungen auf potenzielle Zinssenkungen in der Zukunft.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet eine Inflation von 2,1 Prozent für die Kaufkraft in Deutschland?
Eine Inflation von 2,1 Prozent auf Jahressicht im Januar bedeutet, dass die Verbraucherpreise im Durchschnitt um diesen Wert gestiegen sind. Je höher die Inflation, umso geringer die Kaufkraft der Menschen; sie können sich für einen Euro dann weniger leisten. Obwohl der Anstieg von Dezember auf Januar mit 0,1 Prozent moderat war, führt der kumulative Effekt über ein Jahr zu einer Reduzierung der realen Kaufkraft. Insbesondere bei Nahrungsmitteln, die um 2,1 Prozent teurer wurden, ist die Auswirkung direkt spürbar, selbst wenn andere Bereiche wie Speisefette und -öle günstiger wurden.
Welche Sektoren haben die Inflation im Januar maßgeblich beeinflusst?
Im Januar waren die Nahrungsmittelpreise ein wesentlicher Treiber der Inflation, mit einem Anstieg von 2,1 Prozent. Besonders Schokolade, Obst und Fleisch waren deutlich teurer als im Vorjahr. Auch Dienstleistungen trugen zur Teuerung bei, mit einem Anstieg von 3,2 Prozent, wobei die Verteuerung des Deutschlandtickets eine Rolle spielte. Bemerkenswert ist der Anstieg der Gaststättenpreise um 3,6 Prozent, und dies trotz der Mehrwertsteuersenkung. Auf der anderen Seite wirkten sinkende Energiepreise (insgesamt -1,7 Prozent) dämpfend, obwohl Spritpreise aufgrund teureren Rohöls und des CO2-Preises stiegen.
Inwiefern beeinflusst die Entwicklung die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)?
Die aktuelle Inflationsrate von 2,1 Prozent im Januar liegt nah am mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Ökonomen erwarten, dass die Teuerungsrate im Jahr 2026 knapp über zwei Prozent liegen wird, was die EZB in die Nähe ihres Ziels rücken würde. Obwohl die EZB den Einlagenzins derzeit stabil bei 2,0 Prozent hält, gibt es Hoffnungen auf spätere Zinssenkungen, sollte sich der Trend der Inflationsdämpfung fortsetzen und das Ziel stabil erreicht werden. Die EZB beobachtet die Preisentwicklung genau, um ihre geldpolitischen Entscheidungen entsprechend anzupassen und Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten.
Quellenanalyse
90% Zitiert
Aus Quellen zitiert
90%
Redaktionelle Synthese
10%

Zitierte Passagen im Text stammen direkt aus den unten aufgeführten Quellen. Redaktionelle Synthese bezeichnet die Zusammenführung, Analyse und Kontextualisierung durch die KI.

2 verwendete Quellen
www.tagesschau.de Primärquelle
Preise in Deutschland zu Jahresbeginn leicht gestiegen | tagesschau.de
Quelle öffnen
www.tagesschau.de Primärquelle
Inflation - aktuelle Nachrichten | tagesschau.de
Quelle öffnen

Transparenz-Hinweis

Inhalte werden redaktionell durch KI-Unterstützung erstellt und basieren auf aktuellen Daten und verifizierten Quellen. Die bereitgestellten Informationen dienen zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Bitte verifizieren Sie wichtige Fakten selbstständig (DYOR).

Nichts verpassen

Tägliches KI & Markt-Briefing — die 5 wichtigsten Entwicklungen in 3 Minuten. Kostenlos.

Kein Spam. Jederzeit abbestellbar. Datenschutz